6. August 2026
Liebe
Besucherinnen und Besucher meiner kleinen Internetseite!
In diesem Monat vor 9 Jahren erschien mein Buch.
Und in diesem Monat, vor ein paar Tagen, las ich ein kleines Dokument in meinem
Laptop, das mir lange nicht vor Augen gekommen war. Meine Lehrerin Mao hatte
mir ein bisschen die Leviten gelesen, wie ich mit dem Buch umzugehen hätte, da
es erschienen sei – interessanterweise sagte sie mir das Jahre, bevor es
tatsächlich herauskam. Damals, zum Zeitpunkt der „Leviten“, hatte ich vier
Versionen nacheinander geschrieben und war im Begriff, auch die vierte beiseite
zu legen und die fünfte zu beginnen. Sie hatte mir schon Jahre zuvor eine Nuss
zum Knacken gegeben. „Die ersten vier sind nur zum Üben.“
Nun sollte man meinen, 2026, neun Jahre nach
Erscheinen, sei ich fit im Umgang damit. Dass ich’s nicht bin, spürte ich beim
Lesen der kleinen Unterrichtseinheit. Mao rügte mich ein wenig dafür, dass ich
das Buch vor mich hinstelle – wie, als diene es meinem Schutz oder sollte die
Begegnung mit mir ersetzen. Mit mir, die das Geschriebene doch tatsächlich
erlebt habe, durchlebt habe. Mit mir, die ich das Leben doch sei – und nicht
das Buch. Dorthin gehöre es nicht, sagte Mao.
Im übrigen passt der kleine posthume Schubser,
über den ich mich freue, auch ganz genau zu dem, was Sie unten, unter „Hinter
diesem Blatt“ nachlesen können – zu dem Nacktsein.
Bei gleicher Gelegenheit fiel mir auch auf, dass
ich in den ersten Jahren auf den Inhalt abstellte, die Vielfalt und, ja, die
Weisheit, wenn ich es beschreiben musste. In den späteren Jahren habe ich mehr
betont, wie spannend es zu lesen sei, dass es Züge von Krimi, Zeitportrait und
Komödie habe. Zunehmend stellte ich fest, dass der größte „Fehler“ des Buches
inzwischen wohl ist, dass es gedruckt ist, auf Papier, das man in der Hand
halten muss… Ach, dass es nicht vorgelesen würde. Ein Hörbuch, ein Hörbuch – dann
wäre es etwas anderes. Aber ein Buch… man habe doch so wenig Zeit.
Vielleicht ist es doch zu anspruchsvoll, um es
nebenbei zu hören, während man am Handy wischt und werkelt. Es ist eben doch
nicht nur spannend, oder lustig. Sondern, je mehr man mitgeht, desto mehr tut
sich auf an Gehalt.
Hierbei belasse ich es jetzt mal. Wenn Sie es
herausfinden möchten, würde ich mich freuen.
Ach, noch etwas: Ich habe bis 2009
einen anderen Familiennamen gehabt. Wer mich also mit Groll sucht und dann noch
mit dem ungebräuchlichen oder falsch geschriebenen Vornamen, der strandete
öfter, jedenfalls, bis KI die Google-Suche übernahm. Dennoch sei hier nochmals gesagt:
wer „annerose groll“ oder „Annerose Groll“ oder „anne-rose groll“ oder „Anne-Rose
Groll“ oder „Anne Groll“ sucht – alles gut, alles ich. Alles „Fenna“.
***
„Wohin du dich
wünschst!“ Fennas Geschichte.
Wie das echte
Leben: hanebüchen, liebenswert, tiefgründig und verblüffend!
Jeder lebt in seinem Drama? Von wegen!
Fenna jedenfalls wollte aus ihrem heraus, wollte werden, wer sie wirklich ist,
und ganz nebenbei endlich in Frieden mit sich selbst leben. Und sie ließ nichts
unversucht, preschte vor, scheiterte krachend, gab auf und erhob sich im selben
Moment, um weiterzugehen. Es war ihr ernst damit, so komisch es auch oft war.
Anne Thomée erzählt Fennas Leben, das
es wirklich in sich hat: ihre inneren und äußeren Abenteuer, ihre Abstecher in
die kuriosesten Winkel des Zeitgeists, ihre außergewöhnlichen Deutungen und
Entscheidungen. Eine mitreißende Geschichte, die anregt, die auch aufregen kann
– aber vor allem Mut macht und inspiriert. – Das kann Anne Thomée, denn sie i s
t Fenna.
Mehr Information:
auf www.tredition.de – Shop (dort auch
Autorenprofil, meine Vita und die L e s e p r o b e) Bei Amazon
ebenso, dort stehen drei 5-Sterne-Kunden-Rezensionen. Bei books.google ist die Leseprobe so umfangreich,
dort steht beinahe alles!) Und in jedem Buchladen kann es bestellt werden sowie
in jeder Online-Buchhandlung. Lieferfrist ist etwa eine Woche (bei Bestellung
gedruckt). Amazon hat einige am Lager. Wobei mein „Verdienst“ bei Tredition ein
paar Cent höher ist als bei amazon.
Wenn es Ihnen gefiel: bitte, weitersagen…
Wie versprochen finden sich hier im
Textfeld Feedbacks, denen ich wiederum ein Feedback gab. Kontakt zu mir bitte
über buch@anne-thomee.de
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19) M.W.v.W.
sagt: „Da ist alles drin. Das ist so tief und dabei zu keinem Zeitpunkt
belehrend!“ Danke, das hat mich ganz besonders gefreut. Es wird eh mehr als
genug belehrt.
18) Th.B. schreibt: „… ich bin doch sehr beeindruckt,
wie Du Dein Leben vorwärts gelebt hast, lebst. Auch wie klar Du Deine
Geschichte einordnest und auf der Reihe hast. Klasse! Auch die Prägnanz und
Klarheit, in der Du jeden Satz destilliert hast, machen es lesensWert. Kein
Geschwurbel, keine Annahmen, keine Andeutung. Nur klare Positionierung ohne
große Wertung. Ich beneide es, so mutig ins Leben zu schauen und in die Höfe zu
gehen, wo so Schissernaturen wie ich sagen „Lass ma weiter gehen, ich will nicht
stören“. Das bringt die Bälle des Lebens ins Spiel und Du hast sehr viele davon
aufgefangen! Prosit! Aber, man muß es mit Bedacht lesen, damit der Inhalt auch
wirklich ankommt. Ich freue mich schon aufs Weiterlesen und staune, dass Dein
Buch schon 2 Jahre unterwegs ist. Schade, dass es so lange braucht, bis Gutes
in der Welt ankommt, während der Mist immer sofort durchschlägt. Dafür wird das
Gute aber auch länger bleiben!“ – Ah, mein Lieber, das freut mich so sehr, dass
es den Schlaf in deinem Regal endlich beenden durfte. Danke, und wenn ich ganz
ehrlich bin, gebe ich es zu: stimmt! Nachher zur Blauen Stunde proste ich dir
zu!
17.) F. F. schreibt: „Ich habe dein Buch aufmerksam
gelesen und es hat mir gefallen. Ich mochte die Sprache und den Sprachwitz an
manchen Stellen.“ Das freut mich. Gerade der Stil stieß auf allerlei Ablehnung,
weil immer wieder Umgangsdeutsch in Schriftdeutsch hineingeschoben wurde.
Vieles lässt sich nicht plastischer ausdrücken als im Umgangsdeutschen, auch
nicht präziser – woran mir besonders lag.
16.) B.K. sagt: „Ich bin schon mehrmals an die Stelle
zurückgegangen, wo in dem Motto davon gesprochen wird, was einem bleibt, wenn
alles zersplittert, und dass einem das zur Gewissheit werden sollte, dass man
es auch dann gut hat.“ Genau so ist es auch – wenn man sich dem Wichtigeren,
das einen eben wirklich trägt, anvertraut. Dann ja!
15.) …und A.L. schreibt: „Ich gehe immer wieder zurück
zu dem Motto, wo es ums Loslassen geht…“ Und ich merke dir, liebe A., an wie es
sich in deinem Leben schon widerspiegelt: Du schreibst es selbst, dass du
gelassener wirst mit der Zeit.
14.) A.D’O. meinte während einer Lesung, sie würde das
nicht so tun wie ich, „sich so ehrlich einer Öffentlichkeit preiszugeben“, das
könnte doch zu Aggressionen führen. Es entspannt sich eine kleine Diskussion,
als ich antwortete: „Im Gegenteil. Wenn man sich aufbläht, glättet, lügt oder vertuscht,
dann wird’s gefährlich. Aber echte Ehrlichkeit spüren die Menschen, und sie
greifen dich genau dann nicht an. Dann bist du sicher!“
13.) S.B. schreibt: „…es liest dich sehr gut: leicht und
humorvoll.“ Vielen Dank!
12.) A.R. schreibt: „Ich bin begeistert von Ihrem Buch.
Es lässt sich sehr gut lesen und ich finde es sehr bewegend. Nur eines fand ich
etwas schleppend: Die alten Zeiten der Frauenbewegung, diese Phase.“ – Liebe A.R., alle, die damals aktiv waren und heute zurückschauen,
finden es jetzt auch „schleppend“. Es war anstrengend auf jeden Fall, und WIR
waren anstrengend. Die Art, wie ich das erzählt habe, ist es zum Glück nicht.
11.) K.B.
schreibt: „Ich lese dein Buch wohldosiert, weil ich nicht möchte, dass es so
schnell alle ist… Jeden dritten Satz
möchte ich einrahmen! Großartig! Du bist eine wundervolle Autorin!“ – Liebe K., das freut mich sehr, dass du es wirklich benutzt, es zu
nutzen weißt.
10.) J.v.A. sagt: „Du bist für mich ein Phönix, der sich aus der
Asche erhebt.“ – Hui… haben wir das getan, die Fenna und ich, uns selbst
zerstört, um um neu zu erstehen? So habe ich es
bisher nie bezeichnet, aber vielleicht stimmt das. Danke, liebe J.
9.) D.A. schreibt: „…eine schöne Mischung aus
Unterhaltung und Inspiration“. – Vielen Dank, das wollte ich hören!
8.) G.K. fragte, welche persönliche Aussage ihrer
Lehrerin für Fenna am wichtigsten war? – Am wichtigsten, das kann ich nicht
auswählen, jede war es zu ihrer Zeit. Aber da war zwei, die mich am meisten
verblüfften: Die Sache mit der Wahrheit (nachzulesen im Buch, um die Seite 387
herum) und die Sache mit dem Leben am Rand (auch in dieser Phase).
7.) R.K. sagte: „Das Buch ist für mich wie ein
Kunstwerk, denn ich habe unglaubliches Timing und Rhythmus wahrgenommen…“ (R.K. hat alle 15 Jahre des Schreibens live
mitbekommen und alle früheren Fassungen gelesen) – Also, liebe R, du fragst
mich, ob ich das selbst auch so spüre? Nein, (noch) nicht. Ich bin noch zu nah
am Schneiderhandwerk. Bei manchen Passagen wusste ich nicht, wohin, habe immer
wieder verlegt, das betrifft auch alle „…zwischendurch“. Außerdem war ich lange
nicht ganz sicher, ob die Leser zurückfinden, wenn das Buch siehe (6) „abrupt“ endet. R.K.
sagte dazu: „Genial. So ist es doch!“
6.) L.L. sagte: „Ich habe am
Ende (Epilog) das Gefühl gehabt: Ja… und nun?“
Liebe L, das kann ich verstehen! Aber so ist es doch (siehe 7) – genauso hat Fenna da gesessen und gewusst:
Keine Ahnung, was kommt. So ist das Leben auch.
5.) Diverse, die
mich als Person kennen, gehen davon aus, dass ich einfach erzählen wollte, was
ich erlebte, und das sei nun eben nicht objektiv (!?) und sie, die mich kennen,
hätten das aber anders erlebt (na, sicher), und um sich nicht zu ärgern, oder
weil sie meinen, das kenne ich schon, lesen sie es gar nicht. ---- Also…
Richtig verstehen oder nachvollziehen kann ich das nicht. Ich wäre, sofern ich
die Person überhaupt interessant fände, einfach „neugierig“ (ein sonderbares
Wort, mit Gier hat es ja nichts zu tun, nur mit Interesse!) Zweitens gibt es im
echten Leben nichts „Objektives“, der Begriff gehört zur Wissenschaft, zur Beweisführung, zum Zwecke
der Nachvollziehbarkeit von Studien, die wiederum Prämissen setzen und Dinge
ausschließen, bevor man überhaupt „studieren“ kann… Im Leben ist nichts
isolierbar. Und noch nie hat mich irgendetwas interessiert, ohne dass ich das
Umfeld, die Zusammenhänge, die Vorgeschichte kenne. Also denke ich ganz
schlicht: Dann habe ich dich nicht wirklich interessiert. Das ist euer gutes
Recht.
4.) M.O.
schreibt: „…Ist eine tolle Reise in Zeiten des Um- und Aufbruchs, vieles davon
habe ich ja tatsächlich miterlebt, anderes in anderen Lebensumständen und aus
anderer Perspektive und trotzdem zur gleichen Zeit. Du hast wirklich
eine besondere Gabe, die Zeit und das dazu gehörige Menschsein einzufangen und
mit deiner Feder so herrlich bunt darzustellen.“ Also: wie schön. Das war die Absicht. Und ich
freue mich.
3.) A.W. schreibt: „…habe dein Buch kaum weglegen
können. Es ist packend und gelungen!“ Also, liebe A. Ganz bestimmt wäre es am
besten, man läse es in einem Rutsch. Das bekommen aber die wenigsten zeitlich
hin, auch von der Aufmerksamkeit her, es kommt im Minutentakt heute etwas
„dazwischen“. Und dann kann es einen aus der Kurve hauen. Wer war das noch?, fragt man sich dann. In solchen Fällen gehe ich ein paar seiten zurück und habe den Faden wieder.
2.) S.V. schreibt: „Ich bin erstaunt, wie Dein so anders lebendiges Dasein mich
punktgenau auf meinen ungemütlichen
Wogen erreicht, anregt und ermutigt… Wer so tief lotet, der wird universell.“
Was soll ich dem noch hinzufügen? Das stimmt, liebe S. Früher habe ich oft
gesagt: Wer einen Menschen wirklich kennt, der kennt sie eigentlich alle. Ich
sage das zwar nicht mehr oft, aber es ist wahr: Ganz, ganz tief sind wir alle
sehr ähnlich. Weiter oben dann und ganz draußen, da trennen wir uns und grenzen
uns ab. Bei dieser Geschichte ist recht egal, ob man dasselbe erlebt oder
dasselbe geschlussfolgert hat. Jeder erkennt das Seine darin. Das war gemeint mit den hundert Büchern,
siehe unten.
1.) K.B. fand die veröffentlichte Werbung „nicht auf den
Punkt“. Mal sehen… Was ist „der Punkt“ eines Buches, in dem zwölf Bücher
enthalten sind? Und vor allem, ein Buch mit so vielen Punkten müsste man,
marktgerecht, an einem Haken aufhängen. An welchem aber? Ich bin lediglich mit
dem Cover bin ein Stück weit ausfällig geworden, denn es lässt an einen Krimi
denken, was es aber nur in Passagen ist. Es hilft nichts, man muss das lesen.
Und dann, das kann ich sicher sagen, haben hundert Menschen, die es lasen,
hundert verschiedene Bücher gelesen!
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Hinter diesem Blatt.
(das „Motto“)
„Du musst bereit sein, alles
abzuwerfen, wenn du dahin willst, wohin du dich wünschst. Wenn du aber da
wirklich hin willst, ist nichts mehr da – sonst kannst du nicht in deiner
Wirklichkeit stehen, und du kämest gar nicht hinein mit so viel Gepäck! Wenn das
nicht abgefallen wäre, hättest du lauter alte Schnüre gehabt, die du mitziehst
und neu anzubinden versuchst.
Du
musstest dahin kommen, wo man alles fallenlassen kann und denkt, ich stehe hier
nackt! Das tut keiner nur so zur Probe! Aber wenn es wirklich um die Wurst geht
und da nichts mehr ist, dann stehst du vor dir, mit dir.
Was
man aber als geborgen ansieht, das überhaupt keine Geborgenheit gibt, wenn es
darauf ankommt – wenn das zersplittert, was bleibt dir dann? Das musste zu
deiner Gewissheit werden: Es kann alles zersplittern, und trotzdem hast du es
gut!
Du
wurdest immer mehr eingeschränkt, bis du ein bisschen von deiner inneren
Freiheit wahrgenommen hast und darin gewachsen bist, und sie wird dich
wahnsinnig glücklich machen. Du wirst lernen, wie viele Depots du nie genutzt
hast, weil du immer dachtest, die sind abhängig von der Form, der Stimmung, vom
Ort, von ein paar Menschen, und dann geht
es erst. Auf irgendeine Weise war das so verstrickt, aber auch so genau
zurechtgelegt, dass du diese Zehntelsekunde noch erreichen konntest: Du
entdecktest, dass du in der einen Zehntelsekunde in der Freiheit sein konntest.
Du ließest das Ganze fallen, weil nichts mehr zu holen war.
Es steht noch viel mehr als das hinter diesem
Blatt, du weißt es.
Es hat dich verändert.“
„Mao“
Marianne Brøndlund im Juni 2013